a: von absatz bis axialsatz


Absatz
Sinnvolle Gliederung eines Textes durch eine Leerzeile
oder
mit einer neuen Zeile beginnender Abschnitt in einem geschriebenen oder gedruckten Text.


Anschnitt
Elemente, die über das beschnittene Endformat eines Druckproduktes hinausragen.


Antiqua

Fra_Luca_Pacioli_Letter_A_1509
Abbildung: Der Buchstabe A aus Luca Paciolis Werk Divina Proportione, veröffentlicht 1509 in Venedig
Der Begriff Antiqua kommt aus dem Lateinischen (antiquus: „alt, einstig“) und bezeichnet Schriftarten mit gerundeten Bögen, die auf dem lateinischen Alphabet basieren und sich ursprünglich auf Vorbilder der römischen Antike bezogen. Antiqua-Schriften und deren Mischformen sind heute die am häufigsten genutzten Druck- und Schreibschriften für westliche Sprachen.
Umgangssprachlich bezeichnet man als Antiqua auch Serifenschriften als Gegensatz zur serifenlosen „Linear-Antiqua“, den Grotesk-Schriften. Ihr gegenüber stehen die ebenfalls auf dem lateinischen Alphabet basierenden gebrochenen Schriften (Fraktur) sowie die nicht-lateinischen Schriften wie etwa Kyrillisch oder Chinesisch.

Art Director
Art Director (Abkürzung AD, dt. „künstlerischer Leiter“) ist die gängige Berufsbezeichnung für einen erfahrenen und leitenden Grafik-Designer. Auch wenn die Bezeichnung weder geschützt noch einheitlich zu definieren ist, setzt sie normalerweise mehrjährige Ausbildung (bzw. Studium) und ebenfalls eine mehrjährige Berufserfahrung voraus. Ein Art Director entwickelt die künstlerische Umsetzung z.B. einer Werbekampagne und begleitet dabei alle kreativen Produktionsvorgänge (z. B. Foto- oder Filmaufnahmen, Animation, Layout etc.). Damit übernimmt er dann häufig auch die „künstlerische Verantwortung“ für einen Kunden oder eine Produktion.

Der Art Director beginnt seinen beruflichen Werdegang als Junior Art Director, und in manchen Werbeagenturen gibt es auch den Senior Art Director (SAD). Dem Art Director übergeordnet ist der Creative Director (CD).
Der Begriff Artdirector kommt aus dem Amerikanischen, wobei zu beachten ist, dass mit art im Englischen meist die „Angewandte Kunst“ im Gegensatz zu den fine arts, gleichbedeutend mit „Freier Kunst“, gemeint ist.


Ästhetik

Ästhetik (von altgriechisch aísthēsis „Wahrnehmung“, „Empfindung“) war bis zum 19. Jahrhundert die Lehre von der wahrnehmbaren Schönheit, von Gesetzmäßigkeiten und Harmonie in der Natur und in der Kunst.

Alltagssprachlich wird der Ausdruck „ästhetisch“ heute meist als Synonym für „schön“, „geschmackvoll“ oder „ansprechend“ verwendet. In der Wissenschaft bezeichnet der Begriff die Eigenschaften, welche darüber entscheiden, wie Menschen Gegenstände wahrnehmen.

analysisofbeauty1neuAbbildung: William Hogarth,
Analysis Of Beauty, Plate 1, 1753
In der Philosophie bezeichnet Ästhetik entweder die Theorie der sinnlichen Wahrnehmung allgemein (nicht nur von Kunst), oder eine philosophische Theorie von Kunst bzw. Design.


Auflösung
Die Auflösung ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für die Bildgröße einer Rastergrafik, also einer Bilddatei.
Der Begriff wird mehrdeutig verwendet, wodurch es zu Missverständnissen kommen kann. Eigentlich sollte die Auflösung einer Bilddatei durch die Gesamtzahl der Bildpunkte oder durch die Anzahl der Spalten (Breite) und Zeilen (Höhe) einer Rastergrafik angegeben werden. Das Maß für diese Angabe sind Pixel (oder Bildpunkte). Nur diese Angabe sagt tatsächlich etwas über die Größe einer Bilddatei aus.
Je größer die Grafik ist („Bildauflösung“ bzw. Bildgröße in Pixeln), desto besser kann die erreichte Wiedergabequalität sein oder desto größer kann die Grafik mit identischer Qualität wiedergeben werden.
In der Praxis erfolgt meist die Angabe „300 dpi“ oder etwas ähnliches.
Dieses Maß besagt aber nur, auf was für eine Länge (nämlich „Inch“) sich die Bildpunkte („dots“) verteilen, aber nicht, wieviele davon vorhanden sind.
Für einen qualitätvolle Wiedergabe im Offsetdruck mit 60er Raster sind 305 dpi erforderlich (daher kommt die „300dpi“-Angabe). Eine Grafik, die in der Größe von 13 x 9 cm abgebildet werden soll, sollte also 1561 x 1081 Pixel haben und wäre damit 4,83 MB groß. Für eine Wiedergabe auf einem Monitor wird eine geringere Auflösung benötigt. Sie liegt bei 72 dpi.


Augenpfeffer
Umgangssprachlicher Begriff für Gestaltung, die das Auge im negativen Sinn reizt: Zu viele Elemente, die sich gegenseitig stören und/oder (auf Webseiten) heftig blinken und wackeln.


Augmented Reality
Unter augmented reality (deutsch: erweiterte Realität) versteht man die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Diese Information kann alle menschlichen Sinne ansprechen. Häufig wird darunter jedoch die visuelle Darstellung von Informationen verstanden, z.B. die Ergänzung von Bildern oder Videos mit computergenerierten Zusatzinformationen oder virtuellen Objekten mittels Einblendung/Überlagerung. Auch im Printbereich hält die Augmented Reality Einzug. Indem von Smartphone-Kameras lesbare Muster in Bilder „hineingewebt“ werden, können erweiterte Informationen wie Videos, Spiele u.ä. auch in Bücher, Prospekte, Plakate oder Anzeigen eingebunden werden. Ein einfaches Beispiel dafür sind die sogenannten QR-Codes, die z.B. aus einer Printanzeige auf weiterführende Informationen einer Webseite verlinken.


ausschießen
Ausschießen ist das Anordnen der Seiten einer Druckform in der Art, dass der bedruckte und gefalzte Bogen die richtige Reihenfolge der Seitenzahlen ergibt. Das Ausschießschema ergibt sich aus dem Format des Drucks, der Seitenzahl und der Art der buchbinderischen Weiterverarbeitung. Die häufigsten Bindeverfahren sind Rückendrahtheftung, Klebebindung und Fadenheftung. Im Bereich des Rollendrucks kommen noch andere Verfahren zum Einsatz.

Im Werksatz werden in der Regel auf einem Falzbogen 16 Druckseiten angeordnet, dies entspricht je acht Seiten im Schön- und Widerdruck.
Der Beschnitt ist der Rand, der zusätzlich benötigt wird, um nach dem Druck den Buchblock beschneiden zu können. Dabei muss auch der Greiferrand einer Bogendruckmaschine berücksichtigt werden. Das Ausschießen erfolgt in der Druckvorstufe der Druckerei mit spezieller Software.

ausschiessen
Das Beispiel zeigt die Seitenverteilung für eine 16-seitige Broschüre. Acht Seiten kommen auf die Vorder- und acht Seiten auf die Rückseite. Nach dem Druck wird das Papier zuerst vertikal gefaltet (Seite zwei fällt auf Seite drei), dann horizontal (Seite vier fällt auf Seite fünf) und schließlich nochmals vertikal (Seite neun fällt auf Seite acht).


Axialsatz
Symmetrisch, also gleichmäßig und spiegelbildlich angeordneter Satz, der exakt an der Mittelachse einer Seite oder Spalte ausgerichtet ist. Wird auch als „Mittelachssatz“ oder“ Zentrierter Satz“ bezeichnet.


nach oben