b: von Bauhaus bis Buchgestaltung


Bauhaus
Bauhaus-Signet
Bauhaus-Signet
Das Staatliche Bauhaus wurde 1919 von Walter Gropius in Weimar als Kunstschule gegründet. Es war (und ist) die einflussreichste Bildungsstätte im Bereich der Architektur, der Kunst und des Designs in Deutschland. Das Bauhaus bestand von 1919 bis 1933 und gilt heute weltweit als Heimstätte der Avantgarde der Klassischen Moderne auf allen Gebieten der freien und angewandten Kunst.
Der Einfluss des Bauhauses war so bedeutend, dass umgangssprachlich der Begriff Bauhaus oft auch mit der Moderne in Architektur und Design gleichgesetzt wird. Ein Leitbild des Bauhauses war, die Architektur als Gesamtkunstwerk mit den anderen Künsten zu verbinden. Im Laufe der Entwicklung resultiert jedoch vor allem das heutige Industrie- und Grafikdesign aus diesen Ideen.
Von 1930 bis 1933 leitete der Architekt Ludwig Mies van der Rohe das Bauhaus. Im Juli 1933 wurde das Bauhaus von den Nationalsozialisten zur Selbstauflösung gezwungen. Viele seiner Mitglieder mussten emigrieren.

Beschnittzugabe
Aus technischen Gründen können Offset-Druckmaschinen einen Papierbogen nicht bis zum Rand bedrucken. Um ein bis zum Rand bedrucktes Druckwerk zu erhalten, wird daher nach dem Druck der Papierbogen auf das gewünschte Zielformat beschnitten.
Beschnittzugabe oder Überfüllung bezeichnet den zu bedruckenden Raum, der über das Zielformat hinausgeht. Dieser sollte, um alle Toleranzen im Druck und in der Weiterverarbeitung auszugleichen, 3 mm betragen. Die Beschnittzugabe wird auch als „Anschnitt“ bezeichnet.


Blindtext
Muster- oder Beispieltext, der in Layouts und Entwürfen verwendet wird. Der Satz „The quick brown fox jumps over the lazy dog.“ wird häufig verwendet, da er alle Buchstaben des Alphabets enthält. Dadurch lässt sich das Aussehen der verwendeten Schrifttype gut überprüfen. In dem DTP-Programm Adobe InDesign kann ein Blindtext generiert werden, der automatisch den vorhandenen Textrahmen füllt.
blindtext

Brainstorming
Brainstorming ist ein Weg, die Erzeugung von neuen, ungewöhnlichen Ideen in einer Gruppe von Menschen zu fördern. Der Begriff leitet sich ab von der dahinter stehenden Idee: „Using the brain to storm a problem“ („Das Gehirn verwenden zum Sturm auf ein Problem“).
Anwendung findet dieses Verfahren vor allem in der Werbung und der Produktentwicklung. Charakteristisch für das Brainstorming ist die Einhaltung der Grundregeln:

  • Keine Kritik an anderen Beiträgen, Ideen oder Lösungsvorschlägen (auch zunächst völlig unsinnig erscheinende Vorschläge können erhebliches Potenzial bergen).
  • Keine Wertung oder Beurteilung der Ideen.
  • Jeder soll seine Gedanken frei äußern können.
  • Keine Totschlagargumente.
  • Je kühner und phantasievoller, desto besser. Dadurch wird das Lösungsfeld vergrößert.

Broschur
(von frz. brocher: heften) Durch Heften, Nähen oder Kleben gebundener Buchblock, um den ein Umschlag aus festem Karton geklebt wird. Je nach Art der Ausführung werden die Broschuren verschieden benannt, z. B. „Schweizer“ oder „Englische“ Broschur. Früher war es üblich, dass die Broschuren nur übergangsweise den Buchblock umschlossen um ihn bis zur Anfertigung eines aufwendigeren Einbandes, etwa aus Leder, zu schützen.


Brotschrift
Als Brotschrift bezeichneten Schriftsetzer die Schriftart, in welcher der Fließ- oder Mengentext gesetzt wurde. Der Ursprung des Begriffs liegt darin, dass der Schriftsetzer mit der Brotschrift sein „tägliches Brot“ verdiente.


Buchgestaltung

buchspk
Die Tätigkeit der Buchgestaltung umfasst die grafische und typografische Gestaltung des Inhaltes und des Einbandes eines Buches. Ziel ist es, das Buch so zu gestalten, dass der Inhalt deutlich kommuniziert wird, Material und Preis ausgewogen sind und dass das Werk von der Zielgruppe angenommen wird.
Ein Buch ist ein Gebrauchsgegenstand. Das heißt, es muss in erster Linie gut zu benutzen sein: Der Text muss gut lesbar sein.
Das Buch muss eine angenehme Größe haben und sollte an die Leseanforderungen der Zielgruppe angepasst sein. Weitere Gesichtspunkte bei der Gestaltung sind die Wahl von Papier und Einbandmaterial, der Einsatz von Veredelungstechniken (Cellophanierung, Stanzung, Prägung), die Festlegung der verwendeten Schriften und des Satzspiegels und die Auswahl von Illustrationen oder Fotografien. Weitere Ausstattungsmerkmale wie Lesezeichenbändchen, Kapitalband oder Schuber bestimmen den Charakter des Buches mit.

Arbeitsbeispiele von studio 37

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