k: von Kalligrafie bis Künstlersozialversicherung


Kalligrafie
ist die Kunst des „Schönschreibens“ von Hand mit Federkiel, Pinsel, Filzstift oder anderen Schreibwerkzeugen. Die Kalligrafie steht im Gegensatz zur Typografie, dem regelmäßigen Setzen von Texten mithilfe von vorgefertigten Lettern. Besondere Blüte erlangte die Kalligraphie in der islamischen Kultur, in der sie (aufgrund des Bilderverbotes) zeitweise die einzig erlaubte Kunstform war. Oft hat die Herstellung einer Kalligraphie meditativen Charakter, z. B. bei der Niederschrift von religiösen Texten. Die chinesische und japanische Kalligraphie stellt eine Mischung aus Schrift- und Bildzeichen dar.


Kapitälchen
Kapitälchen sind Großbuchstaben, deren Höhe der Normalhöhe der Kleinbuchstaben entspricht. Die Strichstärke gleicht aber denen der Großbuchstaben, Kapitälchen sind also nicht einfach nur verkleinerte Großbuchstaben. Kapitälchen werden auch als Small Caps bezeichnet.


Kapitalband
Das Kapitalband ist ein gewebtes, farbiges Bändchen, das bei Hardcover-Büchern an der Ober- und Unterkante des Buchrückens angeklebt ist. Es dient dazu, die Lücke zwischen Buchrücken und Buchblock zu verdecken und das Buch zu verschönern.

Nicht zu verwechseln ist das Kapitalband mit dem Lesezeichenband. Beide Bücher in der Abbildung haben ein Kapitalband. Das untere Buch hat außerdem ein Lesezeichenband. Die Ausstattung mit einem Kapitalband ist Voraussetzung für die Anbringung des Lesezeichenbändchens.
kapitalband

Kerning
unterschneidungneu
Kerning (deutsch: Unterschneidung) ist ein Fachbegriff aus der Typografie und bezeichnet den Vorgang, den horizontalen Abstand, also den Weißraum, zwischen mehreren Buchstaben durch optischen Ausgleich so zu verringern, dass er gleichmäßig erscheint und so vom Betrachter als angenehmer empfunden wird. Das Wort „Unterschneiden“ stammt daher, dass beim Handsatz der Kegel der Letter unterhalb des erhabenen Buchstabenbildes abgeschnitten wurde, um den Buchstaben enger an den vorhergehenden oder folgenden setzen zu können.

Künstlersozialversicherung
Die Künstlersozialversicherung (KSV) ist Teil der gesetzlichen Sozialversicherung in der Bundesrepublik Deutschland. Sie ermöglicht freischaffenden Künstlern (also auch Grafik-Designern) und Publizisten Zugang zur gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung. Da der Staat die Förderung von Kunst, Kultur und Journalismus als seine Aufgabe ansieht, übernimmt er quasi eine Arbeitgeberfunktion und entrichtet die fälligen Arbeitgeberanteile.

Das tut der Staat jedoch nur in Vertretung für die tatsächlichen Auftraggeber der Künstler. Von den Verwertern künstlerischer Leistungen kann die Künstlerzozialkasse nämlich die Künstlersozialabgabe erheben, um die für die Künstler aufgewendeten Sozialbeiträge wieder hereinzuholen. Dazu prüft die Künstlersozialkasse, seit Mitte 2007 mit Unterstützung der Deutschen Rentenversicherung, ob und in welchem Umfang Unternehmen künstlerische Leistungen beauftragt haben und zur Zahlung der Künstlersozialabgabeverpflichtet werden können.

Die Pflicht zur Zahlung der Künstlersozialabgabe ist unabhängig davon, ob der beauftragte Künstler tatsächlich Leistungen der Künstlersozialkasse in Anspruch nimmt. Der Künstler ist in die Anforderung der Künstlersozialabgabe weder einbezogen, noch kennt er die Höhe, noch erfährt er üblicherweise, ob seine Auftraggeber tatsächlich dazu herangezogen wurde.
Informationen über die Künstlersozialabgabe erteilt die Künstlersozialkasse. Auch ein Steuerberater kennt sich mit diesen Vorgängen aus und kann seine Mandanten darüber in Kenntnis setzen.

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