n: von norm bis nutzen


Normbriefbogen
Bei einem Normbriefbogen sind Randabstände, Position der Anschrift, des Absenders und weitere Elemente wie Falzmarkierungen oder Betreffzeile festgelegt. Damit wird der Briefbogen für die Versendung in einem Fensterumschlag und die weitere Arbeit mit dem Dokument optimiert. So wird durch den Randabstand dafür gesorgt, dass auch nach dem Abheften in einem Ordner oder Schnellhefter alle Bestandteile lesbar bleiben.
normbriefweiss

Nutzen
Der Nutzen hat nichts mit dem Nutzungsrecht zu tun. In der Fachsprache der Drucker ist ein Nutzen ein gleichartiger Teil einer Druckvorlage. Um das Papierformat besser auszunutzen, werden kleinere Drucksachen, z.B. Visitenkarten, in mehreren Exemplaren auf einem Druckbogen platziert. Damit sind weniger Maschinendurchläufe möglich um die bestellte Auflage zu produzieren, und die Menge an Papierverschnitt ist geringer.


Nutzungsrecht
Im Rahmen des deutschen Urheberrechts ist das Nutzungsrecht das Recht, einen künstlerischen Entwurf zu wirtschaftlichen Zwecken zu nutzen. Alle künstlerischen Leistungen gehören nach dem Urheberrecht ausschließlich und allein dem Schöpfer des Werkes. Dieses Urhebrrecht ist nicht veräußerlich. Deshalb räumt der Entwurfsverfasser Nutzungsrechte an seinen künstlerischen Leistungen ein. Die Höhe des dafür fälligen Nutzungshonorares richtet sich nach Art und Umfang der Nutzung und ist eine Sache der individuellen Vereinbarung. Es ist möglich, dass z.B. ausschließliche Nutzungsrechte eingeräumt werden. In diesem Fall steht die Nutzung der künstlerischen Leistung ausschließlich dem einzigen Erwerber zu. Auch ist es möglich, Nutzungsrechte so zu honorieren, dass der Erwerber sie weiterverkaufen bzw. Dritten einräumen darf.

Das Urheberrecht läuft in Deutschland 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers aus. Danach gilt jede künstlerische Arbeit als „gemeinfrei“, d. h. das Nutzungsrecht geht in den Besitz der Allgemeinheit über. Bei Kunstgegenständen, z.B. Gemälden, betrifft dieser Übergang natürlich nicht das Eigentum an dem Gegenstand. Das Gemälde kann aber jederzeit ohne die Vergütung eines Nutzungshonorares abgebildet werden, etwa auf einer Postkarte die verkauft wird oder in einer Werbeanzeige.

Die Nutzungsrechte an künstlerischen Leistungen der Bildenden Kunst werden in Deutschland von der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst wahrgenommen, sofern der Künstler diese dazu ermächtigt. Die VG Bild-Kunst hat feste Honorarsätze. Andere Honorarordnungen existieren z.B. von der Mittelstandsgemeinschaft Deutscher Fotografen.

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