o: von Oberlänge bis Open Type


Oberlänge
Auch mit Lettern gesetzte Buchstaben können in ein Liniensystem eingeordnet werden, wie es vielen vielleicht noch aus der Grundschulzeit in Erinnerung geblieben ist.
Mit Oberlänge bezeichnet man diejenigen Teile der Minuskeln (Kleinbuchstaben), welche die Mittellinie nach oben überschreiten, wie beim d und k. Als Mittellänge oder x-Höhe bezeichnet man die von der Grundlinie aus gemessene, reguläre Höhe der Minuskeln, die keine Oberlänge besitzen, wie beispielsweise beim x.
oberlaenge
Mit Unterlänge werden die Teile eines Buchstabens bezeichnet, die unterhalb der Grundlinie verlaufen, wie beim g oder p.


Offsetdruck
Der Offsetdruck ist ein Flachdruckverfahren, d.h. druckende und nichtdruckende Partien liegen in einer Ebene. Das Prinzip basiert auf dem chemischen Gegensatz von Fett und Wasser. Während die druckenden Partien fettfreundlich sind, werden die nichtdruckenden Stellen mit einem Wasserfilm befeuchtet und stoßen die fettreiche Druckfarbe ab. Die druckenden, fettfreundlichen Partien werden auf fotografischem Wege auf die Druckplatte aufgetragen (belichtet) und nehmen Farbe an. Die nichtdruckenden Stellen hingegen sind hydrophil aufbereitet, nehmen das Feuchtwasser auf und stoßen die Farbe im Druckprozess ab. Von der rotierenden Druckplatte wird der Druck auf ein Gummituch übertragen, welches den Druck auf das Papier abgibt.

Vorteile des Offsetdrucks sind die große Vielfalt an Bedruckstoffen und die schnelle und kostengünstige Herstellung der Druckformen.
Es gibt Bogen- und Rollenoffsetdruckmaschinen. Tageszeitungen, Massendrucksachen, Zeitschriften und Verpackungen sind mit hohen Auflagen oder Umfängen im Rollenoffsetdruck wirtschaftlich. Plakate, Fotobücher, Werbedrucksachen oder hochveredelte Druckerzeugnisse werden bei kleinen bis mittleren Auflagen im Bogenoffsetdruck wirtschaftlich und mit hoher Qualität hergestellt.

Weitere Druckverfahren siehe unter Drucken.


Opazität
Opazität (Adjektiv: opak) ist das Gegenteil von „durchsichtig“. Mit diesem Fachbegriff wird die Undurchsichtigkeit von Papieren bezeichnet. Sollen beide Seiten eines Papieres bedruckt werden, ist diese Eigenschaft besonders wichtig. Die Elemente der Rückseite sollen schließlich nicht die Lesbarkeit der Vorderseite beeinträchtigen. Je dicker ein Papier, desto höher ist natürlich auch die Opazität. Aber mit zunehmender Papierstärke steigt der Papierpreis, und auch das Gesamtgewicht der Publikation nimmt zu. Deshalb muss bei der Auswahl eines geeigneten Papiers auf die Opazität geachtet werden, da sich die (über 3.000!) verschiedenen Papiersorten zum Teil recht deutlich voneinander unterscheiden.


Open type
OpenType ist ein 1996 erstmals veröffentlichtes und seit dem Jahr 2000 sehr verbreitetes Format für Schriften, um sie auf einem Computer zu verwenden. Es wurde ursprünglich von Microsoft, später gemeinsam mit Adobe, entwickelt und überwand wesentliche Begrenzungen der bis dahin gängigen Schriftformate TrueType und PostScript. Unter anderem sind die Schriftdateien nun Plattform übergreifend, d.h. sie funktionieren sowohl auf Windows- wie auch auf Apple-Computern.
In OpenType-Schriften können weit mehr typographische Möglichkeiten für einen Font integriert werden, wie z. B. Ligaturen, verschiedene Ziffernsätze etc.

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