r: von Raster bis Royalty Free


Raster
raster
Die meisten Druckverfahren können keine Halbtöne darstellen. Um dennoch Halbtonvorlagen reproduzieren zu können, werden die Vorlagen (früher auf fotografischen Weg, jetzt per Raster Image Processor) in mit bloßem Auge kaum zu erkennende Punkte zerlegt, die regelmäßig in einem bestimmten Abstand – der Rasterweite – angeordneten sind. Durch Variationen der Größe der einzelnen Punkte entsteht der Eindruck von Halbtönen.
Durch das Übereinanderlegen gerasterter Flächen in den Farben Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz kann im Offsetdruck mit vier Druckfarben nahezu jeder beliebige Farbton erzielt werden.
Je nach Druckverfahren und eingesetztem Papier kommen unterschiedliche Raster und Rasterweiten zum Einsatz. Im Offsetdruck wird heute mit Rasterweiten von 54 bis 120 Linien per cm operiert, im Zeitungsdruck sind Rasterweiten von 48 bis 60 Linien pro cm üblich. Es gibt Raster mit rundem und solche mit elliptischem Punkt.
Auch Raster ohne festgelegte Punktabstände kommen zum Einsatz: Mit dem Frequenzmodulierten Raster sind noch schärfere Bildwiedergabe und mehr unterschiedliche Farbtöne möglich, da der Rasterpunkt sehr viel feiner ist.


Registerhaltigkeit
Das Register entspricht dem Grundlinienraster. Von Registerhaltigkeit spricht man, wenn auf beiden Seiten eines bedruckten Paierbogens die Grundlinien der Schriften exakt gleich ausgerichtet sind.


Redesign
Ein Redesign ist eine Überarbeitung, die grundlegende Gestaltungsmerkmale (z.B. eines Logos oder einer Verpackung) erkennbar bleiben lässt. Gerade bei absatzstarken Produkten im Nahrungs- und Genussmittelbereich wird aufgrund der Konkurrenzsituation fast ständig an Details der Verpackungen gearbeitet, um sie ggf. geänderten gesetzlichen Vorgaben oder dem Zeitgeschmack anzupassen. Nicht alle Überarbeitungen sollen vom Kunden bemerkt werden, da dieser verunsichert und vom wiederholten Kauf des Produktes abgehalten werden könnte.

Größere Überarbeitungen erfordern auch immer einen höheren Aufwand an Kommunikation, damit die Kunden ein neues Design akzeptieren. Dennoch sollten auch diese regelmäßig erfolgen. Man geht heute davon aus, dass alle fünf bis zehn Jahre die grundlegende Überarbeitung eines Logos oder Corporate Designs erforderlich sein kann.


Royalty free
bedeutet „lizenz(gebühren)frei“ und ist ein Verfahren der Honorierung von Nutzungsrechten an Bildwerken, zumeist Fotografien, aber auch Illustrationen, Filmen und Vektorgrafiken. Dabei werden diese nicht wie üblich nach Nutzungsumfang – also Auflage, Einsatzzweck, Medium und Abbildungsgröße – berechnet, sondern mit einer einmaligen Pauschale abgegolten. Dafür darf die erworbene Bilddatei in beliebigem Umfang genutzt werden.
Paradoxerweise beläuft sich das Pauschalhonorar meist nur auf den Bruchteil eines üblichen Bildhonorars. Der Nutzen des Urhebers liegt im massenweisen Verkauf seiner Fotos über Royalty Free Plattformen im Internet.

Der „preiswerte“ Einkauf von Bildern hat aber für den Nutzer nicht nur Vorteile. Beim Suchen eines geeigneten Motives vergeht unter Umständen sehr viel Zeit – die Plattformen boomen, und für einen Suchbegriff erhält man oft tausende Ergebnisse, deren gestalterische Qualität nicht immer den Ansprüchen genügt. Hat man sich für ein Motiv entschieden, taucht es möglicherweise im nächsten Augenblick schon bald irgendwo als Werbung für ein ganz anderes Produkt auf – Exclusivität gehört bei „Royalty Free“ nicht zum Geschäftsmodell.
Dennoch – Royalty Free Bilder sind eine sehr wirtschaftliche Möglichkeit, kurzfristig eingesetzte Werbeveröffentlichungen zu bebildern, wenn an die Bildqualität nicht zu hohe Ansprüche gestellt werden.

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